Das Konzept der Mundartabende ging auch in Brusl auf

Vier Mitglieder der Sprachheimat bei Kooperationsveranstaltung mit dabei

Collage Fotofreunde Heidelsheim

Wieder einmal war Unsere Sprachheimat Kooperationspartner eines gelungen, vielbesuchten Mundartabends. Vier Vereinsmitglieder bildeten die künstlerische Basis in Bruchsal.

Geplant war ursprünglich eine Veranstaltung mit 80 Besuchern in der Stadtbibliothek. Zum 1050-jährigen Bestehen der Stadt, unter dem Motto „Alles Gude, Brusl“. Der Heimatverein Kraichgau, Unsere Sprachheimat und Bruchsal organisierten das Ereignis, für das eine kostenlose Anmeldung möglich war.

Von Woche zu Woche wuchs die Resonanz. Schnell war der Umzug in den kleinen Saal des Bürgerzentrums nötig. Dass aber in den Tagen vor dem 10. Juni die Anmeldungen noch einmal durch die Decke gingen, hätte niemand gedacht.

Und am Ende wurden die Künstler gemeinsam bejubelt, nachdem jeder von ihnen die Menschen beeindruckt und froh gemacht hatte: Der Kurpfälzer Liedermacher Charly Weibel schrieb extra ein Brusl-Lied, um seine humor- und gefühlvollen Stücke zu ergänzen.

Brigitte Köck aus Bruchsal begeisterte mit ihrer literarisch feinen Komik, wenn sie Kleiderproblem oder ihren Morgen im verregneten Freibad beschreibt. Die schwäbische Kabarettistin Sabine Essinger ist eine Verwandlungs –und Sprachkünstlerin, deren Kreativität staunen lässt.

Christoph Merkel aus dem Murgtal erwies sich als Gitarrenvirtuose mit modernen poetischen Texten über den Schwarzwald oder die Hängematte im Urlaub.

Bernd Siemers aus Karlsruhe überzeugte mit seinen selbstironischen Miniaturen aus dem Alltags- und Eheleben und schrieb extra einen Text über Bruchsal. 

Die Moderation lag bei Thomas Liebscher, der eigene Kurztexte und frische Sprüche beisteuerte („Liewer Brusls Kino als im TV de Infantino“; Statt Donald Trump liewer Woi vum Klumpp“).

Mit Spenden beteiligten sich viele der 330 Besucher am Ausgang an den Kosten des Abends und zeigten ihre Wertschätzung samt Unterstützung von Mundart in Text, Lied und Comedy.

Foto H.P. Safranek

Foto H.P. Safranek

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