Neue Aktive wirken im Vorstand von Unsere Sprachheimat mit

Hauptversammlung in Ettlingen bestätigte Vorsitzende Kerber und Liebscher für weitere Amtsperiode

Hohes Verkehrsaufkommen, Ausfall von Straßenbahnen und schlechtes Wetter nahmen viele Mitglieder von „Unsere Sprachheimat“ in Kauf, um, teils mit weiter Anreise, an der Hauptversammlung des Vereins teilzunehmen. Man traf sich im Bürgerkeller der Ettlinger Stadthalle, den die Verwaltung dank der Bemühungen von Veronica Kerber zur Verfügung gestellt hatte.

Die Versammlung verlief harmonisch. Nach anderthalb Stunden waren Geschäftsberichte, Entlastungen und Wahlen für sämtliche Ämter problemlos absolviert. Wo’s gloffe isch, wurd net lang gfaggelt.

Als Gast nahm der Geschäftsführer vom Dachverband der Dialekte Baden-Württemberg teil. Rudi Bühler beantragte nach dem Berichten von Schatzmeister und Kassenprüfern die Entlastungen des Kassiers sowie des Vorstands, die einstimmig erfolgten. Bühler leitete auch die anstehende Wahl der zwei oder drei gleichberechtigten Vorsitzenden. Veronica Kerber und Thomas Liebscher waren bereit, die Ämter weiter zu führen. Zusätzliche Kandidaturen wurden nicht angemeldet. Per Akklamation wählte die Versammlung einstimmig die bisherigen Vorsitzenden wieder.

Jahreshauptversammlung 2026 bei Unsere Sprachheimat
Jahreshauptversammlung 2026 bei Unsere Sprachheimat

Die Sitzungsleitung und die weiteren Wahlen konnte dann Thomas Liebscher übernehmen. Er stellte erfreut fest, dass viele aus dem Vorstand bereit waren, weiter auf bewährte Weise Aufgaben zu übernehmen. So wurden Schriftführerin Andrea Krieg und Schatzmeister Georg Kerber ebenso wiedergewählt wie die Kassenprüfer Michael Köhler und Roland Leibersberger. Dass Köhler seinen Bericht über einwandfreie Kassenführung poetisch rüberbrachte, erfreute die Mitglieder zusätzlich.

Würdigungen für Rosie und Wolfgang Müller sowie Bernd Siemers

Vor den Wahlen zu sechs Beisitzern wurden drei Mitglieder aus dem Vorstand verabschiedet. Sie hatten erklärt, aus Altersgründen nicht mehr antreten zu wollen. Und so würdigte Liebscher Bernd Siemers, Rosie Müller und Wolfgang Müller als drei Gründungsmitglieder, die den Verein mit aufbauten. Alle drei beteiligten sich engagiert, loyal und wenn nötig auch kritisch an den Entscheidungen. Sie scheuten keine weiten Fahrten zu Sitzungen oder Veranstaltungen und brachten ihr persönliches Netzwerk in die Sprachheimat ein. Für alle drei gab es ein Geschenk sowie das Buch des verstorbenen großen Ettlingers Harald Hurst, „D’accord mit de Welt“.

Für die sechs Beiratssitze im Vorstand bewarben sich erfreulicherweise sogar sieben Mitglieder. Deshalb gab eine geheime Wahl bei der die Mitglieder bis zu sechs Kandidaten ankreuzen konnten, also maximal eine Stimme für eine Person vergaben. Rudi Bühler und drei weitere Mitglieder außerhalb der Vorstandschaft zählten die Stimmzettel aus.

In den Beirat gewählt sind die bisherigen Vorstandsmitglieder Charly Weibel, Heidi Ströbel und Martin Kleinert. Neu in das Gremium rücken Diana Leibersperger (Forst), Theodor Leonhard (Pforzheim) und Willi Dehoust (Dosseheim). Liebscher dankte allen Gewählten und Kandidaten mit der Mundart-Anthologie „Nuffzus, nunnerzus, newedran“ für den Regierungsbezirk Karlsruhe.

Jahreshauptversammlung 2026 bei Unsere Sprachheimat
Jahreshauptversammlung 2026 bei Unsere Sprachheimat

Beim Rückblick auf das Jahr 2025 erinnerte Veronica Kerber an die erfolgreichen Veranstaltungen bei den Heimattagen in Weinheim, an die sich großer Beliebheit erfreuenden Hoggedse mit offener Lesebühne sowie zwei Weihnachtslesungen in Grötzingen und Malsch.
Die Sprachheimat hat ihre Mitgliederzahl auf über 100 gesteigert und steht finanziell auf gesunder Basis. Einige Mitglieder erhielten 2025 Preise bei Mundartwettbewerben und das Ehepaar Müller wurde mit der Ehrennadel des Arbeitskreis Heimatpflege geehrt.

Ausblick auf die Dialecta­­_26 in Oberkirch

Im laufenden Jahr steht ein Großereignis im Juni an. Veronica Kerber hatte die Idee für eine Mundartmesse bei den Heimattagen in Oberkirch und brachte eine Dialecta_26 so gut ins Rollen, dass vom 26. bis 28. Juni ein vielfältiges Programm präsentiert wird. Dabei sind Mitglieder der Sprachheimat  besonders häufig beteiligt, außerdem sorgt der Verein für ein Kinderprogramm, so wie er die einzigartige Webseite babbel-bobbel.de betreibt. Die Mitglieder sind aufgerufen, sich an der Standbetreuung zu beteiligen, sofern sie die Dialecta besuchen. Was uf jeden Fall empfohle isch.

Nach der Versammlung halfen viele Aktive mit, den Bürgerkeller für das anschließende Mundartkonzert vorzubereiten.

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