Neujahrsbrief des Vorstands

E Gud‘s Nei‘s! Frohes neues Jahr!

Liebe Freundinnen und Freunde unserer Sprachheimat,
liebe Mitglieder, Unterstützerinnen und Unterstützer,

ein neues Jahr beginnt – und wir blicken dankbar auf ein ereignisreiches und lebendiges Vereinsjahr zurück. Hinter uns liegen zahlreiche Veranstaltungen, Begegnungen und Projekte die unser Vereinsleben geprägt haben und unsere Mundarten in abwechslungsreicher Weise sichtbar gemacht haben.

Zu den besonderen Momenten im ersten Quartal zählten der Besuch beim Erzählcafé der „Kontaktstelle Selbsthilfe Körperbehinderter“, die Hoggedse zum Tag der Muttersprache, unsere Teilnahme beim Netzwerktreffen der Heimatvereine in Marxzell und eine gemeinsame Großveranstaltung mit dem Heimatverein Kraichgau.

Stammtische und Großveranstaltungen

Im Mai fanden weitere Stammtische statt und schließlich der große, vom SWR gefilmte, Aktionstag „Mundart in der Schule“ in Reilingen sowie der Bühnenliteraturwettbewerb „Drabble-Battle“ in Kooperation mit dem Dachverband der Dialekte. Ein Höhepunkt im Sommer bildete unsere Großveranstaltung (ebenfalls Koop mit dem DDDBW) „Kurpfälzer Gebabbel un Gebrumm“ auf der Schlossbühne Weinheim im Rahmen der Heimattage.

Kinder-Homepage und neue Rubriken

Mit einem letzten klassischen Stammtisch verabschiedeten wir uns in eine kurze Sommerpause von den öffentlichen Veranstaltungen. Diese Zeit nutzten wir, um an inhaltlichen Projekten weiterzuarbeiten. Unsere Kinder-Homepage Babbelbobbel wurde um die neue Rubrik „Märchen“ erweitert und unsere Vereinshomepage um den Bereich „Sprüche und Redewendungen“. Beide Rubriken laden ausdrücklich zum Mitmachen ein und leben von der Kreativität unserer Mitglieder. Parallel begannen die ersten konzeptionellen Arbeiten zur Planung der Mundart-Messe Dialecta.

Im Herbst wirkten viele unserer Mitglieder – zugleich engagiert bei den Ettlinger Mundartfreunden – beim Auftritt in der Stadthalle Ettlingen mit. Im Rahmen dieser Veranstaltung hatte Unsere Sprachheimat e.V. die Möglichkeit, den Abend mit einem eigenen Infostand zu begleiten.

Ein fester Bestandteil unseres Vereinslebens sind inzwischen die Hoggedse-Abende geworden. Die offene Lesebühne hat sich zu einem Orte des Austausches, der Spontaneität, der Experimentierfreude und des gemeinsamen Zuhörens entwickelt. Die stetig wachsende Zahl der Teilnehmenden – von anfänglich etwa 20 Gästen bis heute rund 50 Gäste – zeigt, wie sehr dieses Format angenommen wird.

Große Resonanz fanden dann im Winter unsere Adventshoggedse und die Weihnachtslesungen in Kooperation mit der Alten Schmiede Malsch e.V. sowie den Heimatfreunden Grötzingen. Sie machten erlebbar, wie viel Wärme, Tiefe und Nähe Dialekt gerade auch in dieser Jahreszeit entfalten kann.

Ein bedeutender Zugewinn war die Zusammenarbeit mit dem Dachverband der Dialekte BW und der kontinuierliche Ausbau unseres Netzwerks mit Heimat- und Kulturvereinen. Aus diesen Verbindungen sind neue Kontakte, Kooperationen und Freundschaften entstanden, die unsere Arbeit bereichern und die Mundartarbeit in der Region nachhaltig stärken.

Mitgliederzuwachs

Die wachsende öffentliche Aufmerksamkeit – unter anderem auch durch mehrere Presseberichte – spiegelte sich in neuen Kontakten wider.

Uns ist wichtig zu betonen, dass unser Verein Raum für unterschiedliche Formen mundartlichen Engagements bietet. Die vielfältige private Arbeit vieler Aktiver schätzen wir sehr und geben ihr auf unserer Homepage bewusst Sichtbarkeit, in dem auch Termine von nichtkommerziellen privaten Mundartveranstaltungen in unserem Veranstaltungskalender beworben werden können.
Zugleich verstehen wir Unsere Sprachheimat e.V. als Plattform für gemeinsames Gestalten. Dort, wo individuelle Wege zusammenfinden, entstehen Veranstaltungen, Begegnungen und Formate, die wir als Verein tragen. Dieses Miteinander ist der Kern unserer Arbeit – getragen von Haltung, Zeit und Verantwortung.

Dank für Vertrauen und Begeisterung

Zum Jahresbeginn danken wir von Herzen allen aktiven und passiven Mitgliedern, allen Unterstützerinnen und Unterstützern sowie unseren Partnervereinen. Ohne dieses Vertrauen und diese Begeisterung wäre unsere Arbeit nicht möglich.
Gehen wir gemeinsam mit Freude und Offenheit in das neue Jahr – im Wissen, dass Sprache Heimat schafft und Unsere Sprachheimat sich weiterhin stark macht für die Stärkung und Wertschätzung der Dialekte in Mittel- und Nordbaden.

Ein besonderer Schwerpunkt im neuen Jahr wird die Mundart-Messe Dialecta_26 in Oberkirch sein. Unser Verein wird neben der Mitgestaltung des Rahmen-Programms mit dem Projekt „Babbelbobbel live“ das Kinderprogramm der Messe gestalten. Zur Umsetzung dieses Projektes haben wir übrigens auf www.babbelbobbel.de einen Spendenaufruf gestartet und freuen uns auch über kleine Beiträge.

Wir wünschen allen ein frohes neues Jahr und freuen uns auf viele Begegnungen und gemeinsame Projekte.

Der Vorstand

 

Bildimpressionen des Jahres 2025:

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